20130104

eine häkelpositionierung


pläne für die zukunft gemacht
viele gedanken auch über das, was häkeln für mich sein soll
beziehungsweise, was ich für das häkeln sein soll




es geht darum, eine feminin behaftete tätigkeit/eine feminine tradition weiterzutragen
etwas das frauen erarbeitet und kultiviert haben, zu praktizieren - jetzt
häkeln als etwas, das man einmal in der volkschule gelernt und gehasst hat
der topflappen, den die eltern nie haben wollten. die mutter nicht und der vater sowieso nicht
FRAU

zu etwas neuem machen
es umwandeln und neu verwenden - transformieren
es vollkommen zu dekonstruieren, um es neu zu positionieren
planlos und intuitiv - masche um masche - wird es zu einem organischen gebilde - sieht botanisch aus
wie eine schnecke, die ihr haus baut, oder eine raupe, die ihren kokoon spinnt
statt omas symetrische häkeldeckchen, bei denen mitgezählt werden muss
und etwas ornamentales, flächiges entsteht
FREI

es verbinden mit etwas populärem - yarnbombing, strickgrafitti
es hinaus tragen, in den öffentlichen raum, damit es alle sehen können
und angreifen
und daran vorbei gehen
ÖFFENTLICH

mit einem naturwissenschaftlichen ansatz versehen, um es zu etwas zu machen, das platz hat
es neu assoziieren
mit dem ansatz von daina taimina - hyperbolischer raum
wo jede masche zu einer einheit wird, mit der konstruiert werden kann
wir treten ein in ein universum mit gekrümmten räumen und mehreren dimensionen
MATHEMATISCH


meine position in dem ganzen, ist die personifizierung all dessen
ich bin nicht die erfinderin
ich bin eine person, die das alles in die gesellschaft trägt
es praktiziert und lebt
es darstellt, um ihm einen platz zu schaffen
handarbeit zu leben, um sie sichtbar zu machen
ICH


außerdem will ich es den menschen zeigen
all diese aspekte des häkelns
ihnen dieses medium in die hand drücken, das man überall hintragen kann
es braucht kein atelier, oder eine werkstatt
nur eine häkelnaden und die passende wolle
man setzt sich vor den fernseher, oder in die bibliothek
am weg zur arbeit, in der u- oder s-bahn
menschen sehen hin, wenn vor ihren augen etwas entsteht
sie fragen "was wird das?" und man spricht mit ihnen anstatt mit dem telefon
UNGEBUNDEN

und wenn sie wollen, können sie nachfragen, wie es geht
wie beginnt man?
luftmasche?
feste masche?
stäbchen? doppelte stäbchen?
zunehmen und abnehmen?
netze?
wolle? in verschiedenen farben?
nadelstärken?
DIDAKTISCH

ich will weg von vorgefertigten mustern und konstrukten
hin zu einem freien enstehen lassen
das wird schwierig sein, weil menschen oft vorgefertigtes brauchen, um weiter zu verstehen
KREATIVES ARBEITEN

ich will orte und zeiträume schaffen, in denen gehäkelt werden kann
gestrickt auch
gehandarbeitet
gestickt
geknöppelt - das muss ich erst lernen
WORKSHOPS


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